Nahost

Liveticker Iran-Krieg: Zweite Verhandlungsrunde am Donnerstag in Islamabad?

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen haben. Der Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 13.04.2026 21:10 Uhr

    21:10 Uhr

    Zweite Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA am Donnerstag?

    Eine zweite Runde direkter Verhandlungen zwischen Vertretern Irans und der USA könnte laut unbestätigten Medienberichten am Donnerstag in Pakistans Hauptstadt Islamabad stattfinden. 

    Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident

    Zuvor am Montagmittag hatte Donald Trump behauptet, Iran hätte sich bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden." Laut dem US-Präsidenten wolle Teheran "unbedingt einen Deal machen". Entsprechende Äußerungen aus Iran sind jedoch nicht bekannt. 

    Allerdings zeigte sich Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif hoffnungsfroh, dass es bald zu einer Fortsetzung der Gespräche kommt. Man sei zufrieden, dass es nach der ersten Verhandlungsrunde keine negativen Entwicklungen gegeben habe, so Asif am Montag gegenüber Medien. 

    "Es wurden ausschließlich positive Fortschritte beobachtet", sagte er und deutete damit an, dass die laufenden diplomatischen Bemühungen in eine konstruktive Richtung gingen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA werde in Kürze erwartet, fügte der Minister hinzu, dessen Land zwischen den USA und Iran vermittelt. 

  • 11:40 Uhr

    Iran nimmt Bahnverkehr auf kriegsbeschädigten Strecken wieder auf

    Iran hat den Bahnverkehr auf wichtigen Strecken wieder aufgenommen, nachdem im Krieg beschädigte Gleisabschnitte repariert wurden.

    Wie staatliche Medien berichteten, haben die Behörden in den letzten Tagen mit Wiederaufbauarbeiten an Brücken, Bahnstrecken und anderer Infrastruktur begonnen, die während der fast 40-tägigen Kämpfe beschädigt worden waren.

    In der nordwestiranischen Region Aserbaidschan erklärte der Generaldirektor der Eisenbahn, dass der Zugverkehr von der Stadt Täbris in Richtung der Hauptstadt Teheran und nach Maschhad im Nordosten wieder aufgenommen worden sei.

    Eine Eisenbahnbrücke in der Nähe der Stadt Qom südlich von Teheran wurde am Samstag nach Wiederaufbauarbeiten wiedereröffnet, die "weniger als 40 Stunden" dauerten, sagte Khosrow Samari, stellvertretender Gouverneur der Provinz Qom.

    Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani sagte bereits am Sonntag, der Wiederaufbau der beschädigten Gebäude werde zwischen drei Monaten und zwei Jahren dauern.

  • 11:22 Uhr

    China ruft alle Seiten zur Besonnenheit auf

    Das chinesische Außenministerium ruft zur Besonnenheit auf. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, eine Seeblockade in der Straße von Hormus zu verhängen, wird in Peking kritisch gesehen.

    Die Gewährleistung der Sicherheit, Stabilität und ungehinderten Durchfahrt dieser wichtigen Wasserstraße liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, und fügte hinzu, dass China bereit sei, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten.

  • 10:46 Uhr

    Iranische Streitkräfte bezeichnen US-Blockade als "illegale" Handlung

    Das vereinigte Kommando der iranischen Streitkräfte erklärte, Häfen am Arabischen Golf und am Omanischen Meer seien "entweder für alle da oder für niemanden", wie der staatliche Sender IRIB berichtete.

    "Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran betrachten die Verteidigung der gesetzlichen Rechte unseres Landes als eine natürliche und rechtliche Pflicht, und dementsprechend ist die Ausübung der Souveränität der Islamischen Republik Iran in den Hoheitsgewässern unseres Landes das natürliche Recht der iranischen Nation", zitierte IRIB die iranischen Streitkräfte.

    "Dem Feind nahestehende Schiffe" hätten kein Recht, die Straße von Hormus zu passieren, während anderen Schiffen die Durchfahrt vorbehalten sei, vorbehaltlich der Vorschriften Teherans, hieß es in der Erklärung.

    "Die kriminelle Auferlegung von Beschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern durch die USA ist eine illegale Handlung und kommt Piraterie gleich."

    Sollte die Sicherheit der Häfen bedroht sein, werde kein Hafen in der Region "sicher sein", hieß es in der Erklärung.

  • 09:03 Uhr

    US-Blockade tritt um 16 Uhr in Kraft

    Ab 16 Uhr MEZ beginnt laut Trump die US-Blockade der Straße von Hormus. Trump kündigt an, dass ab dem Zeitpunkt der Verkehr für Schiffe blockiert werde, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Die Blockade gelte für Schiffe aller Nationen. Zudem erwägt Trump erneute "begrenzte" Militärschläge gegen Iran. Die USA würden damit die Waffenruhe verletzen. 

    Schahram Irani, Oberbefehlshaber der iranischen Marine, sagte nach Angaben des Staatsfernsehens:

    "Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." 

  • 08:05 Uhr

    Nach Ankündigung Trumps: Ölpreis steigt auf über 100 US-Dollar

    Nach dem Scheitern der Verhandlungen in Islamabad und der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump sind die Ölpreise wieder deutlich gestiegen. 

    Ein Barrel der Ölsorte Brent stieg auf 102,50 US-Dollar und überschritt damit die 100-Dollarmarke. Auch die Sorte WTI legte deutlich zu. Ebenfalls zulegen konnte die russische Ölsorte Urals. Ihr Preis liegt ebenfalls oberhalb der 100-Dollarmarke und damit weit über dem von der EU verhängten Ölpreisdeckel in Höhe von 44,10 US-Dollar. 

  • 12.04.2026 21:49 Uhr

    21:49 Uhr

    Libanon: Mindestens elf Tote

    Die israelischen Angriffe im Verlauf des Tages haben mindestens elf Todesopfer gefordert, in der Mehrzahl Frauen und Kinder. Es kam auch zu einigen Feuergefechten zwischen Hisbollah und israelischen Truppen.

    Ein libanesischer Sanitäter wurde bei einem israelischen Drohnenangriff auf den Krankenwagen getötet, ein weiterer verletzt. Das libanesische Rote Kreuz verurteilte den Angriff.

    Die Friedenstruppen der Vereinten Nationen im Libanon meldeten, zwei ihrer Fahrzeuge seien von israelischen Panzern gerammt worden; in einem der beiden Fälle sei es zu schwereren Schäden gekommen. In den letzten Tagen kam es immer wieder zu Übergriffen der israelischen Armee gegen die UN-Truppen, die die libanesisch-israelische Grenze sichern sollen. Sie werden an der Fortbewegung gehindert und unter der Woche wurden mehrmals "Warnschüsse" auf sie abgegeben.

  • 21:00 Uhr

    Neue Flottille nach Gaza unterwegs

    Wegen schlechten Wetters sind sie bisher nur in einen weiteren Hafen aufgebrochen und sollen erst einen weiteren Hafen ansteuern, ehe sie aufs offene Meer fahren: 39 Schiffe, die sich in Barcelona gesammelt haben, um ein weiteres Mal zu versuchen, mit humanitären Gütern die Blockade von Gaza zu durchbrechen.

    Im vergangenen Oktober war bereits ein derartiger Versuch vom israelischen Militär aufgehalten worden, bevor die Flottille die Küste erreichte. Damals wurde eine Reihe von Aktivisten von der israelischen Marine aufgegriffen und anschließend deportiert, darunter unter anderem Greta Thunberg.

    Israel begrenzt nach wie vor die Möglichkeit humanitärer Versorgung von Gaza, obwohl es das Gegenteil behauptet. Internationale Hilfsorganisationen bestätigen, dass es nach wie vor an Versorgung mangelt.

    Am Samstag war eine Reihe von Segelbooten aus Marseille aufgebrochen, um sich der Flottille anzuschließen. Insgesamt wird mit etwa hundert Booten und Schiffen gerechnet. Am 20. April wird die Flottille endgültig Richtung Gaza aufbrechen; zuvor ist in Süditalien noch ein einwöchiger Zwischenstopp für ein Training in Gewaltfreiheit eingeplant.

  • 20:30 Uhr

    Trump droht China mit 50 Prozent Zoll

    US-Präsident Donald Trump drohte China mit Zöllen von 50 Prozent, sollte es Waffen an Iran liefern. "Ich höre Nachrichten darüber, dass China Schulterraketen gibt, das, was man Schulterraketen nennt, Antiflugzeugraketen", sagte er.

    Auslöser war vermutlich ein Bericht auf CNN, Peking wolle MANPADS an den Iran liefern. "Ich zweifle, dass sie das tun würden, weil ich eine Beziehung habe, und ich denke, sie würden das nicht tun", sagte Trump in einem Interview auf Fox News.

    "Aber wenn wir sie dabei erwischen, bekommen sie einen Zoll von 50 Prozent, das ist eine atemberaubende Summe."

    Zuvor hatte die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, auf CNN gefordert, Trump müsse aggressiver gegen China vorgehen, weil es den Iran unterstütze. Auch Trumps Ankündigung einer zusätzlichen US-Blockade der Straße von Hormus richtet sich gegen die Nationen, deren Schiffe bisher bereits passieren durften – China ist eine davon; schließlich ist Iran einer der größeren Öllieferanten des Landes.

    Allerdings dürfte ein solcher Zoll nicht nur Gegenmaßnahmen Chinas auslösen, wie das bei den seltenen Erden bereits bewiesen wurde; er dürfte auch den Inflationsschub in den USA noch einmal deutlich verstärken. Im März ist die Inflation dort bereits im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen.

  • 20:00 Uhr

    Großbritannien: Werden uns nicht an US-Blockade beteiligen

    Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass weitere Staaten an der geplanten Blockade beteiligt seien, erfolgte nun aus Großbritannien ein Dementi. Trump hatte erklärt, die NATO habe ihre Hilfe angeboten: "Jetzt wollen sie kommen und mit der Straße helfen … Ich verstehe, dass Großbritannien und eine Reihe anderer Länder Minenräumer schicken", erklärte er gegenüber Fox News.

    Ein Sprecher für die britische Regierung sagte, die Straße solle "kein Gegenstand eines Zolls sein". Westminster arbeite an einer Koalition, um "die Freiheit der Seefahrt zu schützen". "Wir arbeiten dringend daran, mit Frankreich und anderen Partnern, eine breite Koalition für den Schutz der Freiheit der Seefahrt zu sammeln", sagte er. Die BBC deutete das als klare Absage für eine Beteiligung an Trumps Blockade.

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